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Do it yourself: Let there be light

Kennen Sie diesen Moment, wenn man seine Traumimmobilie findet? Man betritt die Räumlichkeiten, richtet im Kopf bereits alles ein – und zack, weiß man: Das ist es! Stehen Bett, Sofa und Tisch an ihrem Platz, kommt der Feinschliff. Doch beim Thema Dekoration wird es bisweilen tricky, besonders in zwei Bereichen: Wie hänge ich die Bilder? Wo platziere ich die Leuchten am besten?

Schön inszeniert: Bilder hängen

Egal, ob Sie nur ein Bild in Szene setzen oder eine Collage aus mehreren Bildern zusammenstellen möchten: Entscheidend ist nicht nur das Wo, sondern auch das Wie und wie hoch. Weil wir Bilder im Stehen anbringen, hängen diese – gerade im Wohn- oder Esszimmer, wo man viel sitzt – oftmals zu hoch. Die Empfehlung lautet: Bilder möglichst auf Augenhöhe hängen (ca. 1,60m); dabei sollten sich idealerweise zwei Drittel des Bildes unter dieser Marke und ein Drittel oberhalb befinden.
Soll das Lieblingswerk als Solitär an die Wand, verschaffen Sie ihm den perfekten Auftritt: mit einem hochwertigen Rahmen und Passepartout. Vertrauen Sie bei der Wahl des richtigen Platzes Ihrer Intuition und wagen Sie Ungewöhnliches: Gerade ein kleines Bild kann an einer sonst schmucklosen Wand in einem sehr großen Raum unglaublich intensiv wirken.

Bilder müssen außerdem nicht immer hängen, sondern kommen auch auf Bilderleisten schön zur Geltung. Verschieden große Bilder lassen sich hier zusammen mit weiteren dekorativen Objekten platzieren. Vorteil: Das Arrangement kann jederzeit ganz einfach um- und neu dekoriert werden. Auch auf Fensterrahmen oder am Boden an die Wand gelehnt können Bilder ein toller Blickfang sein.

Petersburger Hängung, auf Kante, in Reihe, im Raster – viele Bilder, viele Möglichkeiten

Für viele kleinere Bilder eignet sich die klassische Petersburger Hängung, auch Salon-Hängung genannt, besonders gut: Was auf den ersten Blick nach Chaos aussieht, fügt sich bei längerer Betrachtung zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Ausschlaggebend, um optisch Ruhe zu schaffen: Wählen Sie für alle Bilder die gleiche Rahmengröße und das passende Passepartout. Auch ein thematischer Zusammenhang der Bilder sorgt für Ruhe im Arrangement.

Ebenfalls geeignet für mehrere Bilder, auch in unterschiedlicher Größe: die Kantenhängung. Hier werden die Bilder, wie der Name schon sagt, an einer imaginären Linie auf Kante gehängt – wahlweise an der Ober- oder an der Unterkante der Bilder. Bei dieser Hängung empfiehlt es sich, die Bilder vorab auf dem Boden in die gewünschte Reihenfolge zu legen, um das perfekte Arrangement zu kreieren. Die Kantenhängung ist natürlich auch für gleichgroße Bilder geeignet, nennt sich dann klassisch Reihenhängung.

Eine weitere Möglichkeit, gleich große (und themenverwandte Bilder) zu inszenieren: die Rasterhängung. Hierbei richten sich alle Bilder an einem geometrischen und vor allem symmetrischen Raster aus. Die Rahmen, vorzugsweise in einheitlicher Farbe, hängen vertikal und horizontal auf Kante und haben zu allen Seiten den gleichen Abstand.

Wer es gerne etwas lockerer und weniger geordnet mag, kann verschiedene Bilder auch mithilfe der Inside-the-Lines-Technik hängen: Dabei werden die Bilder nicht auf Kante gehängt oder an Blickachsen ausgerichtet; auch ein einheitlicher Abstand ist nicht zwingend notwendig. Die Hängung wirkt eher wie "zufällig", obwohl sie das nicht ist. Um ein harmonisches Ensemble zu erzielen, werden die Bilder innerhalb einer geometrischen Form angeordnet – ein Oval, ein Kreis, ein Rechteck oder ein Quadrat. Auch hier empfiehlt es sich, das Arrangement vorab auf dem Boden zu legen, um die optisch ansprechendste Anordnung zu testen.

Die richtige Lichtplanung

Leuchten haben unterschiedliche Wirkungsweisen. Sie dienen nicht nur als reine Lichtquelle, sondern setzen Akzente, rücken Dekorationsobjekte wie Bilder oder einzelne Möbelstücke buchstäblich ins rechte Licht und schaffen eine behagliche Atmosphäre. Zudem können geschickt platzierte Lichtquellen Räume größer wirken lassen. Wo Lichtplanung zu Beginn der Designgeschichte eine revolutionäre Idee war, gehört sie heute untrennbar zur modernen Architektur dazu. Lichtfarbe und -stärke sind dabei genauso wichtig wie die Lichtverteilung.

Vorab stellt sich in jedem Raum die Frage: Was soll die Beleuchtung im Raum erzielen, welche Funktion haben die Lampen? Und: Wo genau wird eine Lichtquelle benötigt. So ergeben sich nicht nur die Leuchtenformen, also z.B. Decken- oder Stehleuchte, sondern auch die Lichtfarbe und Helligkeit. Schließlich möchte niemand am Esstisch von grellem Licht geblendet werden; genauso störend ist es, im Halbdunkel zu tappen.

Illuminierte Akzente setzen

Wenn möglich empfiehlt es sich, bereits beim Bau oder der Renovierung mit der Lichtplanung zu beginnen. Passende Leitungen und Anschlüsse können so möglichst unsichtbar verlegt werden. Grundsätzlich sorgt eine Allgemeinbeleuchtung in Form einer Deckenleuchte für ein gleichmäßiges Helligkeitsniveau im gesamten Raum. Vor allem in den Herbst-/Wintermonaten mit früh einsetzender Dämmerung entscheidend.

"Ein Haus ist nur bewohnbar, wenn es voller Licht und Luft ist." (Le Corbusier)

Ergänzend zur Grundbeleuchtung, schaffen gerade im Wohn- und Schlafbereich indirekte Lichtquellen eine behagliche Atmosphäre. Verteilt man im Raum mehrere Leuchten, entsteht dank mehrerer Lichtzonen nicht nur eine besonders schöne Atmosphäre, sondern der Raum erhält mehr Struktur und Tiefe.

Über dem Essbereich können beispielsweise je nach Größe des Tisches eine große oder mehrere kleine Pendelleuchten angebracht werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Leuchte zum einen in der richtigen Höhe angebracht wird (ca. 60 cm über dem Tisch) und zum anderen das Leuchtmittel abgeschirmt ist, sodass das Licht nicht blendet. Mithilfe dimmbarer Leuchtmittel kann die Lichtintensität im Tagesverlauf flexibel den Bedürfnissen angepasst werden.

Let there be light

Der Wohnbereich, der oftmals direkt an den Essbereich anschließt, wird so vielfältig genutzt, sodass besonders hier eine individuelle Beleuchtung vonnöten ist. Hier wird gelesen, ferngesehen oder einfach zusammen gesessen und geredet – je nach Aktivität bietet sich eine andere Lichtquelle an. Stehleuchten am Sofa spenden direktes Licht zum Lesen, Tischleuchten sorgen als indirekte Lichtquellen für eine gemütliche Stimmung. Letztere kommen auch am Boden platziert oder auf Beistelltischen toll zur Geltung und schaffen dort kleine Lichtinseln – besonders schön für den Abend, wenn wir zur Ruhe kommen und die Augen sich entspannen möchten.

Direktes, zielgerichtetes Licht wird am besten dort eingesetzt, wo gearbeitet wird, sprich: Am Schreibtisch, in der Küche oder auch im Bad sollten die Arbeitsflächen oder der Spiegel gut ausgeleuchtet sein.

Leuchtende Vielfalt: Der Mix macht's

Ebenso wie bei der Wahl der richtigen Leuchte, bietet auch der Bereich Leuchtmittel eine große Auswahl verschiedener Lampen an; nicht erst seit der Abschaffung der herkömmlichen Glühlampe bieten sich je nach Leuchte und Wohnbereich unterschiedliche Leuchtmittel an. Halogen-, Energiespar- oder LED-Lampe – eine homogene Mischung sorgt für eine harmonische Beleuchtung.

Moderne Lampen bieten verschiedene Lichtfarben an; diese werden in Kelvin angegeben. Je niedriger der Kelvin-Wert, desto wärmer und behaglicher das Licht, je höher, desto kühleres Licht wird abgegeben. Warmweißes Licht eignet sich besonders für den Wohn- und Schlafbereich, da es eine angenehme und behagliche Lichtstimmung erzeugt. Für das Büro oder Homeoffice sowie weitere Arbeitsbereiche, an denen Konzentration gefragt ist, wie der Küche, sind Lampen mit neutralweißer oder tageslichtweißer Leuchtfarbe ideal.

Text: Sabine Vaas